Regeneriersalz für den Geschirrspüler
Fast jeder Geschirrspüler hat unten im Spülraum einen Schraubdeckel für Salz. Dahinter steckt eine kleine Enthärtungsanlage, die Gerät und Geschirr vor Kalk schützt. Ohne passendes Salz arbeitet sie nicht.
Kurz gesagt
Regeneriersalz ist reines, grobkörniges Natriumchlorid, mit dem die Enthärtungsanlage des Geschirrspülers ihren Ionenaustauscher regelmäßig auffrischt. So bleibt das Spülwasser weich, und Kalk lagert sich weder auf Gläsern noch an Heizung und Pumpe ab. Speisesalz ist ungeeignet, weil es zu fein ist und Zusätze enthält.
Wie die Enthärtungsanlage funktioniert
Im Gerät sitzt ein Behälter mit Ionenaustauscherharz. Das Leitungswasser fließt hindurch, bevor es in den Spülraum gelangt. Dabei bindet das Harz die Kalzium- und Magnesiumionen, die für die Wasserhärte verantwortlich sind, und gibt dafür Natriumionen ab. Das Wasser ist danach weich.
Irgendwann ist das Harz gesättigt und kann keinen Kalk mehr aufnehmen. Dann spült das Gerät eine Salzlösung aus dem Salzbehälter durch den Austauscher. Das viele Natrium verdrängt den gebundenen Kalk, der mit dem Abwasser abgepumpt wird. Dieser Vorgang heißt Regeneration, daher der Name des Salzes. Wie oft regeneriert wird, richtet sich nach der eingestellten Wasserhärte. Das Salz selbst gelangt nicht ans Geschirr.
Warum der Geschirrspüler Salz braucht
Hartes Wasser verursacht beim Spülen gleich mehrere Probleme. Kalk setzt sich als weißer Film auf Gläsern und Besteck ab, verschlechtert die Wirkung des Spülmittels und lagert sich an Heizelement, Sprüharmen und Pumpe ab. Das kostet Energie und kann langfristig Bauteile beschädigen. Regeneriersalz sorgt dafür, dass die Enthärtung dauerhaft funktioniert.
| Härtebereich | °dH | Regeneriersalz |
|---|---|---|
| weich | unter 8,4 | oft verzichtbar, je nach Gerät und Spülmittel |
| mittel | 8,4–14 | empfohlen |
| hart | über 14 | unverzichtbar |
Damit das Salz sparsam und wirksam eingesetzt wird, muss die Härte am Gerät stimmen. Wie das geht, steht unter Wasserhärte einstellen. Ob und wann du ganz ohne auskommst, erklärt Geschirrspüler ohne Salz.
Regeneriersalz, Speisesalz und andere Salze
| Salzart | Körnung | Zusätze | Für den Geschirrspüler |
|---|---|---|---|
| Regeneriersalz | grob, ca. 1–5 mm | keine | geeignet |
| Speisesalz | fein | Rieselhilfen, oft Jod oder Fluorid | ungeeignet, verklumpt und kann verstopfen |
| Streusalz | grob | Verunreinigungen, teils Zusätze | ungeeignet |
| Salztabletten für Hausenthärtung | Tabletten | meist keine | nur wenn vom Gerätehersteller freigegeben |
Die grobe Körnung ist wichtig, damit sich das Salz langsam und gleichmäßig löst und die Salzlösung frei durch das System fließen kann. Feines Speisesalz verbackt im Behälter, und Rieselhilfen können Ventile und Harz beeinträchtigen.
Richtig anwenden
Das Salz kommt in den Salzbehälter am Boden des Spülraums, nachdem du den unteren Korb herausgezogen hast. Beim ersten Befüllen gibst du Wasser dazu, danach steht dort immer Wasser, und das ist normal. Ein Behälter fasst je nach Modell ca. 1–2 kg. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Trichter-Tipp findest du unter Regeneriersalz nachfüllen.
- Salz kurz vor einem Spülgang einfüllen, damit übergelaufene Lauge sofort weggespült wird
- Verschüttetes Salz rund um den Deckel abwischen
- Deckel fest zudrehen, damit keine Sole in den Spülraum läuft
- Die Enthärtung passend zur Wasserhärte einstellen, sonst ist der Verbrauch zu hoch oder zu niedrig
Salz ersetzt weder Spülmittel noch Klarspüler. Ob du Pulver oder Tabs oder Gel nutzt: Bei mittlerem und hartem Wasser gehört Salz dazu, und für streifenfreie Gläser sorgt zusätzlich Klarspüler.
Ob genug Salz im Behälter ist, meldet die Salzanzeige am Bedienfeld. Sie reagiert auf die Salzkonzentration im Behälter und erlischt nach dem Nachfüllen oft erst, wenn sich genug Salz gelöst hat, manchmal also erst nach dem nächsten Spülgang. Ist die Enthärtung bei weichem Wasser ausgeschaltet, lässt sich die Anzeige je nach Modell deaktivieren.
Typische Fehler
- Salz in das Dosierfach oder den Klarspülerbehälter füllen
- Speisesalz, Meersalz oder Streusalz verwenden
- Den Deckel nicht richtig schließen, sodass Salzlösung austritt
- Nach dem Einfüllen tagelang nicht spülen, während Salzreste im Spülraum liegen
- Die Salzanzeige dauerhaft ignorieren
Salzkörner und Salzlösung im Spülraum können Edelstahl angreifen und rostbraune Flecken verursachen, siehe Rost im Geschirrspüler. Ist die Enthärtung zu schwach eingestellt oder fehlt Salz, entstehen dagegen weiße Beläge.
Kosten und Umwelt
Regeneriersalz kostet meist nur ca. 0,50–1,50 € pro Kilogramm. Wie lange eine Füllung reicht, hängt stark von der Wasserhärte ab: bei weichem Wasser mehrere Monate, bei sehr hartem Wasser teils nur wenige Wochen. Das Salz landet mit dem Regenerationswasser im Abwasser. Deshalb lohnt es sich, die Enthärtung nicht höher einzustellen als nötig. Mehr zu allen Spülmitteln steht im Ratgeber Tabs, Salz und Klarspüler.
Häufige Fragen
Ist Regeneriersalz schädlich für die Gesundheit?
Nein. Es ist chemisch dasselbe wie Kochsalz, nur gröber und ohne Zusätze. Es kommt außerdem nicht mit dem Geschirr in Berührung, sondern nur mit dem Ionenaustauscher.
Kann ich zu viel Salz einfüllen?
Mehr als der Behälter fasst, passt nicht hinein. Überschüssiges Salz löst sich einfach nach und nach auf. Wichtig ist nur, Reste im Spülraum zu vermeiden.
Brauchen alle Geschirrspüler Salz?
Fast alle Haushaltsgeräte haben eine Enthärtungsanlage. Einige kleine Tischgeräte oder Modelle ohne Salzbehälter verlassen sich auf das Spülmittel; das steht in der Bedienungsanleitung.
Hat Regeneriersalz ein Ablaufdatum?
Salz verdirbt nicht. Trocken gelagert bleibt es unbegrenzt verwendbar. Feucht gewordenes, verklumptes Salz kannst du zerbröseln und trotzdem nutzen.