Spülmaschinenfest-Symbol: So liest du die Zeichen

Auf Tellern, Dosen und Gläsern finden sich Teller mit Wasserstrahlen, Gläser im Kasten oder durchgestrichene Körbe. Ein einheitliches, gesetzlich vorgeschriebenes Zeichen gibt es nicht – deshalb lohnt sich ein genauer Blick.

Aktualisiert im Oktober 2026. Lesezeit etwa 5 Minuten. Von der Redaktion.

Kurz gesagt

Das Spülmaschinenfest-Symbol zeigt meist Teller und Gläser unter Wasserstrahlen oder Tropfen in einem Quadrat. Es ist nicht gesetzlich genormt, jeder Hersteller gestaltet es etwas anders. Ein durchgestrichenes Zeichen bedeutet „nicht spülmaschinengeeignet“, Zusätze wie „top rack“ oder ein Korbsymbol mit Pfeil nach oben bedeuten „nur im Oberkorb“. Fehlt jede Kennzeichnung, spülst du wertvolle Teile besser von Hand.

Die gängigen Symbole im Überblick

Weil es keine verbindliche Vorgabe gibt, ähneln sich die Zeichen nur. Die folgende Übersicht beschreibt typische Varianten, wie sie auf Geschirr, Besteck, Kunststoffdosen und Verpackungen zu finden sind.

Typische Darstellungen – Gestaltung je nach Hersteller unterschiedlich
DarstellungÜbliche BedeutungWas du beachten solltest
Teller und Glas unter Wasserstrahlen oder Tropfen, oft im QuadratspülmaschinengeeignetSagt nichts über Temperatur oder Anzahl der Spülgänge
Wie oben, mit Zahl (z. B. Spülgänge)Hersteller nennt geprüfte Anzahl an SpülgängenHöhere Zahl bedeutet länger haltbaren Dekor
Nur Gläser im SymbolGläser spülmaschinengeeignetGlasprogramm oder niedrige Temperatur schont zusätzlich
Korb mit Teil im oberen Bereich, „top rack“nur im Oberkorb spülenTypisch für Kunststoff, der unten zu heiß wird
Symbol durchgestrichennicht für den GeschirrspülerHandwäsche, auch wenn das Teil robust wirkt
Hand unter Wasserstrahl oder Schüssel mit Handnur HandwäscheHäufig bei Holz, Gusseisen, Dekorgeschirr
Schriftzug „spülmaschinenfest“, „dishwasher safe“spülmaschinengeeignetGleiche Aussage wie ein Bildsymbol

Verwechslungsgefahr: Diese Symbole bedeuten etwas anderes

Auf Kunststoff und Geschirr stehen oft mehrere Zeichen nebeneinander. Sie haben mit dem Geschirrspüler nichts zu tun, werden aber leicht verwechselt:

Der Recyclingcode kann trotzdem ein Hinweis sein: Polypropylen (5) gilt als vergleichsweise hitzebeständig, Polystyrol (6) eher nicht. Eine Garantie für die Spülmaschine ist das nicht. Mehr dazu, wie sich Kunststoff im Gerät verhält, findest du unter Plastik im Geschirrspüler.

Spülmaschinenfest oder spülmaschinengeeignet – gibt es einen Unterschied?

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden beide Begriffe gleich verwendet. Manche Hersteller unterscheiden aber: „Spülmaschinengeeignet“ heißt dann, dass das Teil den Geschirrspüler übersteht, der Dekor aber mit der Zeit nachlassen kann. „Spülmaschinenfest“ soll ausdrücken, dass auch nach vielen Spülgängen keine sichtbare Veränderung auftritt. Einheitlich ist das nicht.

Für Prüfungen gibt es eine europäische Norm (EN 12875), nach der Hersteller die Beständigkeit von Geschirr gegen maschinelles Spülen mit einer festgelegten Zahl an Spülgängen testen können. Ob und wie gründlich ein Hersteller prüft, ist freiwillig. Wenn dir das wichtig ist, steht die Zahl der getesteten Spülgänge bei hochwertigem Porzellan oft auf der Website oder im Katalog.

Sicherheit und Vorbereitung

Prüfe Kennzeichnungen vor dem Einräumen, nicht danach. Teile mit unklarer Herkunft, rissiger Glasur oder sichtbaren Schäden gehören nicht in den Geschirrspüler – durch Hitze und Wasserdruck können sie springen. Scharfe Klingen legst du mit der Spitze nach unten ein.

So gehst du bei Teilen ohne Symbol vor

  1. Boden, Etikett und Verpackung prüfen

    Das Zeichen sitzt oft klein am Boden oder auf der Unterseite des Deckels, bei Gläsern manchmal nur auf dem Aufkleber. Bei Neuware lohnt ein Blick auf den Karton.

  2. Herstellerangabe nachschlagen

    Bei bekannten Marken findest du mit Serie und Name meist eine Pflegeangabe online. Das ist verlässlicher als jede Faustregel.

  3. Material einordnen

    Ohne Angabe hilft die Materialübersicht im Ratgeber Was darf in den Geschirrspüler?. Holz, Gusseisen, Kupfer, Bleikristall und Goldrand bleiben draußen.

  4. Platz und Programm wählen

    Leichte und hitzeempfindliche Teile kommen in den Oberkorb, große Teller nach unten, Besteck in den Besteckkorb oder die Schublade. Hinweise zur Anordnung gibt der Ratgeber Geschirrspüler richtig einräumen.

  5. Nach einigen Spülgängen kontrollieren

    Sieht ein Teil nach drei bis fünf Durchgängen unverändert aus, ist das ein gutes Zeichen. Matte Stellen am Dekor oder milchige Gläser zeigen dagegen, dass Handwäsche besser ist.

Typische Fehler beim Deuten der Zeichen

Wann du beim Hersteller nachfragen solltest

Bei teurem Porzellan, Designer-Gläsern, Kochgeschirr mit Beschichtung und Kinderprodukten lohnt eine Rückfrage beim Hersteller, wenn kein Symbol zu finden ist. Frag konkret nach Temperatur, Programm und Korbposition. Weitere Pflegethemen rund um Gerät und Geschirr findest du im Ratgeber Geschirrspüler reinigen.

Häufige Fragen

Ist das Spülmaschinenfest-Symbol in der EU vorgeschrieben?

Nein. Es gibt keine Pflicht, Geschirr entsprechend zu kennzeichnen, und auch keine verbindliche Gestaltung. Hersteller nutzen das Zeichen freiwillig, deshalb sehen die Symbole unterschiedlich aus.

Was bedeutet eine Zahl neben dem Symbol?

Manche Hersteller geben an, wie viele Spülgänge das Geschirr in ihrer Prüfung ohne sichtbare Veränderung überstanden hat. Was genau geprüft wurde, steht nur in den Herstellerunterlagen. Fehlt eine Zahl, heißt das nicht, dass das Teil weniger robust ist.

Gilt das Symbol auch für Spülmaschinen in der Gastronomie?

Nicht automatisch. Gewerbliche Spülmaschinen arbeiten mit anderen Temperaturen, Laufzeiten und Reinigern. Für den gewerblichen Einsatz geben Hersteller meist eigene Angaben oder spezielle Gastro-Kennzeichnungen an.

Warum ist mein spülmaschinenfestes Glas trotzdem milchig geworden?

Entweder hat sich Kalk abgelagert, was sich mit Essig entfernen lässt, oder das Glas ist durch weiches Wasser, hohe Temperaturen und viel Reiniger angegriffen. Die Kennzeichnung schützt nicht vor jeder Kombination dieser Faktoren.

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