Sprüharm reinigen

Bleiben Teller im Oberkorb schmutzig oder liegen Reste nur an bestimmten Stellen, sind oft verstopfte Düsen schuld. Die Sprüharme lassen sich bei den meisten Geräten ohne Werkzeug ausbauen und in etwa 15 Minuten reinigen.

Aktualisiert im Oktober 2026. Lesezeit etwa 6 Minuten. Von der Redaktion.

Kurz gesagt

Um den Sprüharm im Geschirrspüler zu reinigen, ziehst du den unteren Arm meist nach oben ab und löst den oberen per Clip oder Überwurfmutter unter dem Oberkorb. Spül die Arme innen unter fließendem Wasser durch, stoß verstopfte Düsen mit einem Zahnstocher frei und leg verkalkte Arme ca. 30 Minuten in Zitronensäurelösung. Danach prüfst du, ob sie sich frei und ohne Spiel drehen.

Wie die Sprüharme arbeiten

Die Umwälzpumpe drückt das Spülwasser durch die Sprüharme. Der Rückstoß des Wassers aus schräg angeordneten Düsen versetzt die Arme in Drehung, sodass sie den Innenraum gleichmäßig besprühen. Die meisten Geräte haben einen unteren Arm unter dem Unterkorb und einen oberen unter dem Oberkorb. Viele Modelle besitzen zusätzlich eine Deckenbrause oder einen dritten Arm für die Besteckschublade, je nach Modell auch Zusatzdüsen für Backbleche oder einen speziellen Intensivbereich.

Ist eine Düse verstopft, fehlt an dieser Stelle der Wasserstrahl. Sind mehrere zu, verliert der Arm an Rückstoß und dreht sich langsamer oder gar nicht – dann bleibt ein großer Teil des Geschirrs schmutzig. Typische Ursachen sind Zitronenkerne, Reiskörner, Glassplitter, Etikettenreste und Kalk.

Woran du verstopfte Sprüharme erkennst

SymptomWahrscheinliche UrsacheWas du prüfst
Nur der Oberkorb bleibt schmutzigOberer Arm verstopft oder nicht eingerastetSitz und Düsen des oberen Arms, Wasserzulauf am Oberkorb
Schmutz in einer bestimmten ZoneEinzelne Düsen zuArm gegen das Licht halten
Arm steht nach dem Programm immer in derselben PositionArm dreht sich nichtHohe Teller oder Griffe im Weg, Lager schwergängig
Klappern beim SpülenFremdkörper im Arm oder Arm schlägt an GeschirrArm schütteln, Beladung prüfen
Weißer, rauer Belag an den DüsenKalkWasserhärte und Salzeinstellung

Spült das Gerät insgesamt schlecht, lohnt auch ein Blick auf die weiteren Ursachen im Ratgeber Geschirrspüler spült nicht sauber.

Sicherheit und Material

Sicherheit zuerst

Schalte das Gerät aus, zieh den Netzstecker und dreh den Wasserhahn zu. Lass das Gerät nach einem Programm abkühlen – Heizelement und Wasser im Sumpf können noch heiß sein. Achte beim Ausbau auf Glassplitter im Bodenbereich.

Sprüharm reinigen: Schritt für Schritt

  1. Körbe herausnehmen

    Zieh den Unterkorb heraus. Für den oberen Arm den Oberkorb ganz ausziehen oder aushängen – bei manchen Modellen ist der Arm von unten erreichbar, wenn der Korb ausgezogen ist.

  2. Unteren Sprüharm ausbauen

    Der untere Arm sitzt meist nur aufgesteckt oder ist mit einem Rastclip gesichert. Fasse ihn in der Mitte und zieh ihn senkrecht nach oben. Lässt er sich nicht bewegen, schau in die Bedienungsanleitung: Manche Geräte haben eine Überwurfmutter oder einen Bajonettverschluss.

  3. Oberen Sprüharm lösen

    Der obere Arm ist unter dem Oberkorb befestigt, je nach Modell mit einer Kunststoffmutter, einem Clip oder einer kleinen Schraube. Dreh die Mutter gegen den Uhrzeigersinn ab und nimm den Arm samt Dichtring ab. Merk dir die Einbaulage, am besten mit einem Handyfoto.

  4. Innen durchspülen

    Halte die Öffnung am Drehpunkt unter den laufenden Wasserhahn. Das Wasser muss gleichmäßig aus allen Düsen austreten. Schüttle den Arm, um lose Kerne und Splitter herauszubekommen. Manche Arme haben an den Enden abnehmbare Kappen, durch die sich Fremdkörper leichter entfernen lassen.

  5. Düsen freilegen

    Stoß verstopfte Düsen vorsichtig mit dem Zahnstocher frei und spül den gelösten Schmutz nach innen und dann aus dem Arm heraus. Die Außenseite mit Bürste und Spülmittelwasser reinigen.

  6. Kalk lösen

    Sind die Düsen verkalkt, leg den Arm ca. 30 Minuten in die warme Zitronensäurelösung und bürste ihn danach ab. Gründlich mit klarem Wasser nachspülen.

  7. Lager und Aufnahme prüfen

    Kontrolliere die Aufnahme im Gerät auf Fremdkörper und den Dichtring auf Risse. Ein deutlich ausgeschlagenes Lager oder ein gebrochener Clip führt dazu, dass der Arm eiert oder Wasser seitlich verliert.

  8. Einsetzen und Drehtest

    Setz die Arme wieder ein, bis sie hörbar einrasten oder die Mutter fest sitzt. Dreh jeden Arm von Hand: Er muss leicht laufen und darf nirgends an Korb oder Gerätewand streifen. Danach Wasserhahn öffnen, Stecker einstecken und ein kurzes Programm im leeren Gerät starten.

Schneller Kontrolltrick

Merk dir vor dem Start die Stellung des unteren Arms und öffne die Tür nach wenigen Minuten im laufenden Programm. Hat sich die Position verändert, dreht der Arm. Das Gerät stoppt beim Öffnen; lass vor dem Öffnen einige Sekunden verstreichen, damit kein heißer Dampf austritt.

Häufige Fehler

Viele Blockaden entstehen beim Einräumen. Wie Bleche, Töpfe und hohe Teller stehen sollten, damit der Arm frei läuft, steht im Ratgeber Geschirrspüler richtig einräumen.

Wie oft reinigen und was sonst hilft

Bei normaler Nutzung reicht es, die Sprüharme etwa einmal im Monat zu kontrollieren und alle zwei bis drei Monate auszubauen. Bei sehr hartem Wasser oder wenn oft Speisereste mit Kernen ins Gerät gelangen, ist häufigeres Reinigen sinnvoll. Das Sieb verdient mehr Aufmerksamkeit: Ein beschädigtes oder schlecht eingesetztes Sieb lässt Partikel in den Wasserkreislauf, die anschließend in den Düsen landen.

Gegen Fettbeläge im Inneren der Arme hilft ein regelmäßiger Heißlauf mit Maschinenreiniger für Geschirrspüler. Gegen Kalk wirkt vor allem korrekt eingestelltes Regeneriersalz; einzelne verkalkte Teile kannst du wie oben beschrieben mit Zitronensäure behandeln – wie das im ganzen Gerät funktioniert, erklärt der Ratgeber Geschirrspüler mit Zitronensäure reinigen.

Wenn du die Arme ohnehin ausgebaut hast, lohnt sich ein Blick auf die Türdichtung und die Ecken der Bodenwanne. Dunkle Punkte dort deuten auf Schimmel hin; der Ratgeber Schimmel im Geschirrspüler zeigt, wie du ihn entfernst. Wie du die Dichtung reinigst und auf Verschleiß prüfst, steht im Ratgeber zur Geschirrspüler-Dichtung. Den vollständigen Pflegeplan findest du unter Geschirrspüler reinigen.

Wann ein Ersatzteil oder der Kundendienst nötig ist

Ist ein Arm gerissen, verzogen oder das Lager ausgeschlagen, hilft nur ein Ersatzteil. Sprüharme gibt es für die meisten Geräte einzeln; such sie anhand der E-Nummer oder Modellnummer auf dem Typenschild am Türrand. Hinweise zur Suche gibt der Ratgeber Geschirrspüler-Ersatzteile finden. Drehen sich saubere, intakte Arme trotzdem nicht oder kommt kaum Wasser aus den Düsen, liegt das Problem eher bei der Umwälzpumpe oder deren Zulauf. Dann ist der Kundendienst gefragt, denn dafür muss das Gerät geöffnet werden.

Häufige Fragen

Kann ich die Sprüharme in der Spülmaschine mitspülen?

Davon ist abzuraten. Ohne eingesetzte Arme verteilt das Gerät kein Wasser, und lose Teile können an die Heizung oder in den Sumpf geraten. Reinige die Arme in der Spüle und setz sie vor dem Programm wieder ein.

Der obere Sprüharm lässt sich nicht abschrauben – was tun?

Prüfe in der Bedienungsanleitung, ob er geschraubt, geclipst oder per Bajonett befestigt ist. Festsitzende Kunststoffmuttern lösen sich oft, wenn du sie mit einem Tuch für besseren Halt greifst. Keine Zange mit Gewalt ansetzen, das Gewinde bricht leicht.

Warum dreht sich der Sprüharm nach der Reinigung immer noch nicht?

Häufig blockiert ein Teil im Korb den Weg oder der Arm ist nicht ganz eingerastet. Läuft er von Hand frei, aber nicht im Programm, kommt möglicherweise zu wenig Wasserdruck an – etwa durch ein verstopftes Sieb oder eine schwache Umwälzpumpe.

Was kostet ein neuer Sprüharm?

Originalteile liegen je nach Hersteller und Modell meist bei etwa 15–50 €. Achte darauf, dass das Teil zur E-Nummer deines Geräts passt, denn Bauformen unterscheiden sich auch innerhalb einer Marke.

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